| Finanzen | |
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Die Bilanz gibt Aufschluss über die Vermögens- und Finanzierungslage eines Unternehmens. Die Bilanz wird dabei in Form eines Kontos erstellt, mit den beiden Seiten Soll und Haben bzw. Aktiv und Passiv. Historisch hat die Bilanz ihre Wurzeln in der doppelten Buchführung die zur Zeit der Renaissance von italienischen Kaufleuten erfunden wurde, um ihre Handelsgeschäfte zu vereinfachen und einen einfacheren Überblick über ihre Finanzen zu erhalten. Auf der Aktiv Seite einer Bilanz sind die Vermögenswerte eines Unternehmens aufgelistet. Dabei werden zwei Bereiche unterschieden. Langfristige und kurzfristige Vermögensanlagen, Anlagevermögen und Umlaufvermögen genannt. Zu den langfristigen Vermögensanlagen (Anlagevermögen) können Grundstücke oder Maschinen zählen, während zu den kurzfristigen Vermögenswerten (Umlaufvermögen) beispielsweise Forderungen gegen Kunden, Vorräte oder kurzfristige Finanzanlagen zählen. Reisen werden allerdings als Reisekosten im Bereich Verbindlichkeiten berücksichtigt. Auf der Passiv Seite einer Bilanz sind die Finanzen eines Unternehmens dargestellt. Auch hier wird zwischen kurzfristigen Finanzierungen und langfristige Finanzierungen unterschieden. Das Eigenkapital eines Unternehmens gehört in den Bereich der langfristigen Finanzierung, während Verflichtungen aus Lieferungen und Leistungen oder kurzfristige Bankkredite in den Finanzen als kurzfristige Finanzierung auftauchen. Die Finanzen eines Unternehmens, dargestellt in der Bilanz, sollten sich nach der goldenen Finanzierungsregel gestalten. Diese besagt, das langfristige Anlagen durch eine langfristige Finanzierung gedeckt sein soll, während kurzfristige Anlagen durch eine kurzfristige Finanzierung gedeckt werden soll. Ein starkes Abweichen von der goldenen Regel der Finanzierung kann ein Unternehmen bei sich verändernden Marktbedingungen schnell in Schwierigkeiten führen. Die Bilanz als solches dient für auf den Kapitalmarkt agierende Unternehmen gegenüber den aussenstehenden Publikum als wichtiges Mittel der Unternehmenskommunikation. Unternehmen die eine gute Bilanz vorweisen können haben es leichter, benötigte Mittel am Finanzmarkt aufzunehmen und können so Kostenvorteile in der Finanzierung durch niedrigere Zinssätze oder eine günstigere Eigenkapitalfinanzierung erzielen. | |
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